Alumni setzen sich für Stipendiaten ein

„Meine Hauptmotivation ist meine eigene Erfahrung in Deutschland. Die Einsamkeit, die Unsicherheit, sich in einer Welt zu bewegen, die man nicht versteht … Das sind Sachen, die ich persönlich durchmachen musste.“ Mit diesen Worten beschreibt Tomabu Adjobimey die Gründe für sein ehrenamtliches Engagement im DAAD-Freundeskreis.

Seit 2008 ist der DAAD-Alumnus aus Benin eines der sog. Kontaktmitglieder der Regionalgruppe Bonn. Damals wurden neue Mitglieder gesucht, die sich aktiv einbringen wollten. Bis dahin war er einer der teilnehmenden DAAD-Stipendiaten gewesen; nun entschloss er sich, dem Freundeskreis beizutreten und sich selbst für andere ausländische Studierende zu engagieren.

 Dr. Tomabu Adjobimey
Die Einsamkeit, die Unsicherheit, sich in einer Welt zu bewegen, die man nicht versteht. Das möchte ich so weit es geht neuen Stipendiaten ersparen.

Dr. Tomabu Adjobimey, DAAD-Alumnus & Vorstandsmitglied des Vereins

Seitdem gehört Tomabu, seit Juli 2016 auch Vorstandsmitglied im Freundeskreis, zu den Organisatoren der Welcome Meetings zu Semesterbeginn und der regelmäßigen Stammtische für DAAD-Stipendiaten in Bonn. Er bietet Veranstaltungen an wie Länderabende zu Benin, Nepal und Indonesien, an denen er mit einigen Stipendiaten ein Land und seine Kultur vorstellt: durch eine kurze Präsentation, Musik und Tanz sowie landestypische Speisen und Getränke. Daneben fungiert Tomabu im Rahmen des Gastfamilienprogramms „Deutschland hautnah – Germany behind the scenes“ als Ansprechpartner für Bonn, Köln, Düsseldorf und Aachen.

Auch beruflich hat Tomabu viel erreicht, seit er 2005 als Doktorand im Fachbereich Immunologie mit einem Forschungsstipendium des DAAD nach Deutschland kam: Nach drei Jahren machte er seinen Doktor in Zellbiologie mit magna cum laude. Heute leitet er die Gruppe Human Immunologie am Universitätsklinikum Bonn, wo er die Folgen und Mechanismen von durch parasitäre Würmer (Helminthen) induzierte Immunsuppression beim Menschen untersucht. Auch hierbei kann er an seine eigenen Erfahrungen mit dem DAAD anknüpfen: als wissenschaftlicher Betreuer DAAD-geförderter Doktoranden.  C. H.