Deutschland hautnah

Von einer Einladung zum Kaffee bis hin zu einem gemeinsam verbrachten Wochenende reicht das Programm „Deutschland hautnah – Germany behind the scenes“. Gastgeber aus der Region laden Stipendiaten nach Hause ein oder zeigen ihnen ihre Heimat. Nicht selten entstehen Freundschaften.

„Ein Gefühl von Zuhause,“ so beschreibt Natascha aus Weißrussland ihren Besuch bei einer Familien in der Gegend von Karlsruhe. Das Konzept ist einfach: Einheimische laden internationale Stipendiaten zu sich nach Hause ein oder bieten einen gemeinsamen Ausflug an. Organisiert wird das Ganze von den Regionalgruppen des DAAD-Freundeskreises. In der Regel wird ein- bis zweimal im Jahr per E-Mail eine Einladung  versendet. Der genaue Ablauf der Zuordnung von Gasteltern und Stipendiaten unterscheidet sich in den Gruppen.

 Saptarshi Mandal
Weihnachten in einer deutschen Familie - das war großartig. Wir haben viel über Kultur und Traditionen geredet und die Kinder haben ein Theaterstück aufgeführt.

Saptarshi Mandal (Indien)

Spannende Einblicke in den Alltag, ein Besuch an einer Schule oder beim Sportturnier, ein gemütlicher Spiele-Abend: Es sind die kleinen Dinge, welche es erlauben „hinter die Kulissen“ zu schauen und zu erfahren, wie Menschen in Deutschland leben. Häufig finden auch gemeinsame Ausflüge in nahegelegene Städte statt. Eine besondere Gelegenheit ist der Besuch an Festtagen, etwa wenn Stipendiaten zum Weihnachtsfest eingeladen werden.

Das Programm „Deutschland hautnah“ besteht seit 2012 und befindet sich noch im Aufbau; nicht in allen Regionalgruppen werden Einladungen versendet. In der Regel wird eine regionale Vermittlung angestrebt, da sich der Kontakt dann leichter vertiefen lässt. Ist dies nicht möglich, versuchen andere Regionalgruppen, Gastgeber für Stipendiaten zu finden. „Mit solchen Aufenthalten,“ da ist sich Mohammed Al Abed aus Jemen sicher „kann man einen großen Beitrag zum Verständnis zwischen Kulturen leisten.“ Und das ist unser Ziel.