13 StipendiatInnen und 3 Freundeskreis-Mitglieder begaben sich am Samstag, dem 13.4.19 zur ehemaligen Berliner/deutschen ‚Electropolis‘, dem alten Industriegelände der AEG in Oberschöneweide.

Nach einer etwa halbstündigen Einführung im ‚Industriesalon Schöneweide‘ führte uns die Tour zu den ehemaligen Industrieanlagen (Kabelwerk, Umspannwerk, Batteriefabrik, heutige Fachhochschule – früher Kfz-Fertigung, Behrens-Bau/ehemalige Fernsehfabrik). Dabei konnten u.a. auch Orte besichtigt werden, die normalerweise für Besucher geschlossen sind – die ehemalige Kantine/Mensa der AEG, das Hauptgebäude der Hochschule für Technik und Wirtschaft, der Turm des Behrens-Baus mit phantastischer Aussicht auf das gesamte Industriegelände. Frau Haley war eine sehr engagierte Stadtführerin, deren Begeisterung vor allem für die Geschichte der Industriearchitektur sich auf die TeilnehmerInnen übertrug. So gab es – en passant – auch interessante Überlegungen und Ausführungen zur modernen deutschen Architektur und Hinweise auf Museen und weitere historische Industriestandorte in Berlin. Neben der Betonung der geschichtlichen Entwicklung der AEG ( Gründung durch Rathenau, Entwicklung der Elektroindustrie, Rüstungsindustrie, Kfz-Produktion) und der Weiterführung dieses industriellen Standorts in der DDR (Kabelwerk Oberspree, Fernseh-Produktion) wurde auch die momentane Nach-Wende-Situation thematisiert: Einerseits entstanden Neuentwicklungen/ Gründungen – wie vor allem die Hochschule für Technik und Wirtschaft oder der Ausstellungsraum ‚Reinbeckhallen‘ (mit Künstlerstudios); andererseits sind Teile dieses Quartiers ‚Investitionsruinen‘ und stehen leer.