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Was uns eint – Das Museum vom Menschen

Das beginnende 20. Jahrhundert war eine Zeit des Aufbruchs und der Neuerungen. Dresden spielte hier eine wichtige Rolle und gilt als Wiege für grundlegende Veränderungen in der deutschen Gesellschaft. Der technische Fortschritt brachte neue Erkenntnisse in den Wissenschaften hervor. Gerade in der Medizin und den Naturwissenschaften wurden enorme Fortschritte gemacht. Jetzt war es möglich, die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung bei der Gesunderhaltung des Körpers, des Geistes und der Seele wissenschaftlich zu belegen. Das Interesse der Bevölkerung stieg. 1911 hat die „1. Internationale Hygiene Ausstellung“ in Dresden mehr als 5 Millionen begeisterte Besucher angezogen.

Seit der Neukonzeption der Ausstellungen nach der Wiedervereinigung 1991, versteht sich das Deutsche Hygiene-Museum als „Das Museum vom Menschen“. Es zeigt dabei in seinen Ausstellungen die biologische, soziale und kulturelle Dimension des Menschseins und versteht sich als ein öffentliches Forum für aktuelle Fragen unserer Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts.

I learned how old people are hearing, seeing and walking. Now I know how to deal with the old people at my home and I would like to take my son to Germany one day, specially to this museum. Thanks for the wonderful opportunity.

Mohammad (on Facebook)

Bei unserer 2-stündigen kurzweiligen Führung waren die Stipendiaten fasziniert von der Dauerausstellung „Abenteuer Mensch“. Aber das schönste waren die Diskussionen, die wir in den sieben Themenräumen geführt haben. Beispielsweise ergab sich im Raum: „Leben und Sterben“ eine interessante Diskussion über den Umgang mit Krankheit und Tod in den Herkunftsländern der Stipendiaten. Hier ein Zitat aus einem Facebook-Post.

Auch wir möchten uns bei den Stipendiaten bedanken. Dafür, dass wir bei jedem Treffen etwas von ihrer Kultur und den Besonderheiten ihres Heimatlandes erfahren dürfen. Auch während der Führung im Deutschen Hygiene-Museum wurde trotz aller kulturellen Unterschiede wieder eines deutlich: wir haben so vieles gemeinsam, und was uns eint: das Mensch-Sein.

Ein Bericht von Alexandra Burghardt