Die RGs München und Erlangen-Nürnberg haben schon öfter kooperiert. Diesmal kamen auf Initiative von Magdolna Molnar, die die RG Regensburg erfreulicherweise wiederbelebt hat, auch Regensburger sowie Passauer Stipendiaten dazu. Gemeinsam verwirklichten wir am katholischen Feiertag Fronleichnam eine Tagestour in die Dreiflüssestadt Passau.

Nach kurzfristigen Teilnehmerrochaden und einer kryptischen Warnung der Bahn, die die RGs Erlangen-Nürnberg und Regensburg ( sie reisten die Strecke Regensburg-Passau gemeinsam) zum Last-Minute-Umdisponieren zwang, funktionierte trotz der hohen Teilnehmerzahl von 36, inclusive drei Kindern, alles sehr gut: Niemand ging verloren oder kam zu spät, es gab auch keine Zugverspätungen. Und wir hatten mit dem Wetter Glück: Das angekündigte Gewitter blieb aus und wir hatten zwar Sonne, aber nicht zu viel Hitze, so dass wir die Bootsfahrt an Deck genießen konnten.

Auf zwei parallelen Führungen lernten wir zunächst das Wichtigste über die Stadt, ihre eindrucksvolle Geschichte, die durch die besondere Lage an den drei Flüssen Inn, Donau und Ilz geprägt ist, und ihre Architekturgeschichte (von Gothik zu Barock und den Nachkriegsbauten).

Nach der Mittagspause ging es aufs Boot zu einer Fahrt die Donau hinunter, auf der einen Flussseite Bayern, auf der anderen Österreich. Den leichten Fahrtwind und den schönen Blick auf bewaldete Hänge, Dörfer und einige Burgen genossen wir sehr. Zurück in Passau machten wir uns gemütlich auf den Weg zum Bahnhof, wo unsere Züge fast gleichzeitig abfuhren – bevor Regen aufzog.

Da wir zur besseren Übersicht die Stadtführungen auf Münchner und Passauer sowie Erlangen-Nürnberger plus Regensburger aufteilten und die münchner Teilnehmer sich zuvor noch gar nicht kannten, kam es erst auf der zweistündigen Bootsfahrt zu einem näheren Kennenlernen der RGs untereinander. Der Ausflug gefiel uns so gut und die Koordination funktionierte so reibungslos, dass wir weitere gemeinsame Reisen planen.

Sibylle Wahl, DAAD-Freundeskreis München